Projekt: Jugend-Sport-Spielplatz Kirchheim
Zielgruppe:
Jugendliche im Alter von 10 - 25 Jahren
Veranstaltungsorte:
Spielfäche Illse-Krall-Str. / Franzosengewann
Projektbeschreibung:
Bei Befragungen von Jugendlichen ist immer wieder zu hören, dass es an öffentlichen Plätzen mangelt, auf denen sich Jugendliche ungestört aufhalten und gleichzeitig ihren Bewegungsdrang ausleben können. Dieser Mangel führt häufig zur Passivität bei Jugendlichen und behindert die Entwicklung der sozialen Kompetenz. Ein ähnlicher Missstand ist auch im Stadtteil Kirchheim zu beklagen. Schon seit einigen Jahren fordern Jugendliche hier einen öffentlichen Platz, an dem sie sich ungestört aufhalten können. Aufgrund dieser Tatsache startete der Sportkreis Heidelberg im Sommer 2003 das Projekt "Jugend-Sport-Spielplatz Kirchheim".
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsamt der Stadt Heidelberg, sollte die brach liegende "Spielfläche Illse-Krall-Straße" (Franzosengewann) zu einem bewegungsbetontem Treffpunkt für Jugendliche entwickelt werden. Im ersten Schritt wurden Heidelberger Jugendliche für die Mitarbeit an diesem Projekt gewonnen. Ihre Aufgabe liegt in der Planung und Gestaltung des Platztes. Seit Projektbeginn wurden von diesem ORGA-Team beachtliche Erfolge erzielt. So konnte beispielsweise mitte 2005 eine Jugendhütte und ein Klettergerüst eingeweiht werden. Nun will der Sportkreis Heidelberg zusammen mit engagierten Jugendlichen und den oben genannten Kooperationspartnern den inhaltlich neu gestalteten Platz weiter verbessern..
Eine Grundprinzip des Projektes ist, dass es sich um einen betreuten Sportspielplatz handelt. Dies bedeutet, dass auf dem Platz diverse Angebote stattfinden, welche von den Jugendlichen mit Unterstützung von Pädagogen geplant und durchgeführt werden. Dies heißt konkret, dass auf dem Spielplatz dreimal wöchentlich ein betreutes Spielen angeboten wird, was Kinder aus dem angrenzenden Wohngebiet mit regem Interesse wahrnehmen. Zusätzlich ist ein Mitarbeiter des Internationalen Bundes an einem Tag in der Woche mit dem Spielmobil im Einsatz.
Desweitern ist eine Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Schule Kirchheim angedacht. Hierbei soll eine "Spielplatz-AG" ins Leben gerufen werden, deren Teilnehmer sowohl Produktives auf dem Platz leisten sollen (Müllsammelaktionen, Bewässerung der Neupflanzungen, Bau des geplanten Mountainbike-Parcours), als auch ein Spiel-und Spaß Angebot wahrnehmen können. Frei nach dem Motto:"Erst die Arbeit - dann das Vergnügen!" Durch diese geregelte Betreuung soll verhindert werden, dass der Platz verwüstet oder durch "Unbefugte" besetzt wird. Je nach Art der Betreuung kann die Attraktivität des Platzes durch die Nutzung der Jugendhütte als Ausgabestelle von Kleingeräten gesteigert werden.
Zur Unterstützung der Jugendlichen wird eng mit der örtlichen Polizei zusammengearbeitet. So wurde mit dem Polizeirevier Süd ein gut funktionierendes Netzwerk etabliert, durch welches jegliche Zerstörung auf dem Platz umgehend von der Polizei an den Sportkreis gemeldet wird, der dann versucht Lösungen zu finden. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass durch Vandalismus die weitere Entwicklung des Platzes gebremst wird.
In Absprache mit dem Landschaftsamt ist für Februar/März 2006 eine Bepflanzungsaktion geplant. Hierbei werden Jugendliche aus dem Übergangswohnheim in der Hardtstraße unter proffesioneller Anleitung (NABU ) neue Pflanzen und Sträucher setzen. Im Zuge dieser Bepflanzungsaktion werden auch neue Sitzmöglichkeiten geschaffen. Hierfür werden Baumstämme, die bei Fellarbeiten der Stadt auf dem Boxberg anfallen, genutzt. Auch hier werden die Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim tatkräftig mithelfen.
Desweiteren sollen neue Bewegungselemente auf dem Platz entstehen. Nach Wunsch der Jugendlichen und nach Absprache mit dem Landschaftsamt sind ein Soccer-Court, ein Mountainbike-Parcours und ein Streetball-Platz geplant.
Ziele:
• Stetige Weiterentwicklung des Jugend-Sport-Spielplatzes
Jugendliche sollen lernen kontinuerlich und langfristig an einem Projekt zu arbeiten. Es soll auch erreicht werden, dass die Jugendlichen begreifen, dass die Umsetzung eines solchen Projektes durchaus einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Damit wird der bei Jugendlichen stark verbreiteten Konsumhaltung entgegengewirkt.
• Betreuung des Platzes durch Jugendliche
Durch die Einbindung der Jugendlichen in die Projektplanung und Durchführung, identifizieren sie sich mit dem Platz, sehen diesen als ihr Eigen und warten ihn gegebenenfalls selbstständig.
• Pädagogische Betreuung
Durch die regelmäßige Anwesenheit eines Betreuers mit pädagogischem Auftrag, werden Angebote wie Sportturniere, Feste und regelmäßige Gruppenaktionen (Sport AGs) möglich. Ausserdem kann ein Betreuer dafür sorgen, dass der Platz nicht von Unbefugten "eingenommen" wird. Der Betreuer kann darüber hinaus Streit schlichten und der Gruppe gesellschaftlich akzeptable Normen wie Fairness, Chancengleichheit und friedliche Konfliktlösung vermitteln.
• Integration von ausländischen Jugendlichen und Aussiedlern
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund trägt das Projekt zur Intregration, der im Übergangswohneim lebenden Jugendlichen bei und bietet diesen Möglichkeiten ihre Freizeit eigenhändig zu gestalten..
• Kooperation mit der Polizei
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei lernen die Jugendlichen die Beamten und deren Arbeit besser kennen und respektieren diese mehr.
Kooperationspartner
- OB-Referat Heidelberg
- Die Werkstatt e.V.
- Internationaler Bund Heidelberg
- Landschaftsamt Heidelberg
- Naturschutz Bund
- Paritätisches Bildungswerk
- Sicheres Heidelberg e.V.
- Polizeirevier HD-Süd
- Sportkreis Heidelberg
Ansprechpartner
- Martino Carbotti
Sportkreis Heidelberg
Telefon 06221-160563
info@sportkreis-heidelberg.de




