Projekt: "Straßenfußball für Toleranz"
Straßenfußball braucht keine speziellen Plätze, keine teuren Geräte und keine aufwendigen Rahmenbedingungen: überall spielbar, überall verständlich und allen gleichermaßen zugänglich erlaubt er einen einfachen, unbeschwerten, motivierenden und lebensraumorientierten Zugang zum Sport. In diesem Sinne spricht er im Besonderen die chancenschwachen Kinder und Jugendlichen an, denen sonst auf Dauer der Zugang zum Sport verwehrt bleibt.
Der Sportkreis Heidelberg macht sich das große Potential des Straßenfußballs zur Nutze, in dem er sich seit 2001 am landesweiten Projekt “Straßenfußball für Toleranz“ als Ausrichter beteiligt. Das Projekt Straßenfußball für Toleranz nutzt das Potential und schafft mit seinem besonderen Regelkatalog einen Rahmen für Lerninhalte wie Konfliktmanagement, Zivilcourage, interkulturelles Lernen, Fairness und Teilhabe. Das Lernen sozialer und personaler Handlungskompetenzen ist Voraussetzung für ein soziales und tolerantes Miteinander im europäischen und globalen Kontext. Bei den "Straßenfußball für Toleranz"-Turnieren wird in einem besonderen Modus gespielt der seine Wurzeln in Kolumbien hat In jedem Team (sechs SpielerInnen) muss mindestens ein Mädchen mitspielen: Erst wenn das Mädchen ein Tor erzielt hat, zählen auch alle anderen Tore der Jungen. Außerdem gibt es keine Schiedsrichter. So genannte „Teamer“ übernehmen diese Aufgabe. Sie beobachten das Spiel vom Spielfeldrand aus und greifen nicht unmittelbar in den Spielverlauf ein. Eine weitere Besonderheit ist die Punkteverteilung. Neben den üblichen drei Punkte für ein gewonnenes Spiel, gibt es einen Punkt für ein verlorenes Spiel und zwei Punkte für ein Unentschieden. Genauso stark gewichtet wird Fairplay. Vor jedem Spiel einigen sich die gegnerischen Mannschaften auf drei Kriterien die in diesem Spiel besonders beachtet werden sollen (Beispiel: Shake-Hands nach dem Spiel oder Fouls selbständig zugeben). Nach dem Spiel besprechen die „Teamer“ mit den Mannschaften den Spielverlauf und entscheiden mit ihnen über die Vergabe der Fairplay-Punkte. Es können pro Mannschaft und Spiel maximal drei Punkte vergeben werden, das heißt Fairplay entscheidet genauso über Sieg oder Niederlage, wie die erzielten Tore. Somit kann eine Mannschaft, die sehr fair spielt, fußballerisch aber nur durchschnittlich, trotzdem eine gute Platzierung erreichen.
Kooperationspartner
Ansprechpartner
- Martino Carbotti
Sportkreis Heidelberg
Telefon 06221-160563
info@sportkreis-heidelberg.de
Fotos: Copyright Ralph Fülop
Anklicken, um die Bilder groß zu sehen.













