„Straßenfußball für Toleranz - EM“ in Heidelberg – hier wird Fairplay wirklich großgeschrieben
Nicht nur in der Schweiz und in Österreich wurde in diesem Sommer um die Europameisterschaft gekämpft, auch im Ländle wurde nach Herzenslust gekickt. Heidelberg war ein Spielort der „Straßenfußball für Toleranz Europameisterschaft“. 20 Mannschaften, bestehend aus Jungen und Mädchen von Heidelberger Schulen und Jugendhäusern, kämpften auf zwei Street Soccer-Courts auf dem Heidelberger Uni-Platz um den Titel. „Trotz Regenwetter traten alle an“, berichtet Christopher Hammer, der zusammen mit Pascal Benz das Turnier von Seiten des Sportkreises Heidelberg organisierte. Kooperationspartner waren das Kulturfenster Heidelberg, vertreten durch Bernd Gsell und Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) für den die Projektleiterin Michaela Herzog vor Ort war.
Wichtig bei der Veranstaltung waren nicht nur erzielte Tore, sondern auch soziales und faires Verhalten. „Es geht darum, dass junge Menschen unterschiedlichster Herkunft ein Freizeitangebot bekommen, und durch den Sport einen fairen Umgang miteinander lernen, auch in Konkurrenzsituationen,“ betonte Sportpädagoge Martino Carbotti, der seit Jahren dafür sorgt, dass dieses sozialpädagogische Projekt in Heidelberg stattfindet.
Jedes angemeldete Team bekam ein Trikot mit einem zufällig ausgewählten Land zugeteilt. Insgesamt nahmen ca. 120 Kinder und Jugendliche teil. Hinsichtlich Regeln und Rahmenbedingungen musste einiges beachtet werden. Pro Team musste ein Mädchen dabei sein. Die Tore zählten nur dann, wenn auch das Mädchen eins davon geschossen hatte. Weiterhin gab es nicht nur für den Sieg drei Punkte, sondern auch für „Fair-Play“. Der Schiedsrichter wurde durch den „Teamer“ ersetzt, der vor dem Spiel mit den Mannschaften die wichtigsten Regeln durchsprach und danach die Punkte verteilte, je nach dem wie gut sich die Schüler an die Absprachen hielten.
So wurde zwar mitunter hart um jeden Ball gekämpft, doch die Jungen und Mädchen sahen ihre Regelverstöße meistens ein. In zwei Altersklassen wurde um den Sieg gespielt, und am Ende setzten sich die Teams Polen (10 -12 Jahre) und Frankreich (13 -14 Jahre) durch. Sie schossen die meisten Tore und kassierten auch die meisten Fair-Play-Punkte. Lohn der Anstrengungen: Die vier besten Teams aus Heidelberg dürfen am Rhein-Neckar-Cup in Mannheim teilnehmen, wo sie auf die besten und fairsten Straßenfußballer aus der gesamten Region treffen.
Unterstützt wurde das Event von der Manfred-Lautenschläger-Stiftung, dem Verein Sicheres Heidelberg sowie der Sparkasse Heidelberg und der H + G Bank.
Ansprechpartner:
Martino Carbotti
Sportkreis Heidelberg
Telefon 06221-160563
info@sportkreis-heidelberg.de
















