"Ringen, Rangeln, Raufen - Kinder brauchen körperliche Auseinandersetzung
Unter dem Motto „Ringen, Rangeln Raufen“ bietet der Sportkreis Heidelberg einen Workshop an Grundschulen des Rhein-Neckar-Kreises an. Durchgeführt wird der Workshop von SK-Mitarbeiterin Katharina Noe, die durch ihr langjähriges Judotraining sowohl als Trainerin als auch als Trainierende...
... eine Vielzahl von Kampf- und Raufspielen kennt. Bei den neunzigminütigen Kursen stehen ihr FSJler und Praktikanten des Sportkreises tatkräftig zur Seite.
Ziel des Workshops ist es, die Kinder mit Spielen vertraut zu machen, die es ihnen ermöglichen sich untereinander körperlich auseinanderzusetzen, sowie den LehrerInnen Anregungen zu geben, wie sich dieses Thema auch in den Schulunterricht integrieren lässt. Dem Projekt liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Kinder körperliche Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen für ihre geistige und körperliche Entwicklung brauchen, dass dies in unserer Gesellschaft aber aus Sicherheitsgründen oft unterbunden wird und daher über den Sportunterricht wiederbelebt werden muss.
„ Ringen, Rangeln, Raufen“ zeigt den Kindern, Respekt vor ihrem Partner zu haben und diesen zu achten. Sie bekommen Einsicht in die Verletzbarkeit des menschlichen Körpers und können so lernen, mit dem Partner verantwortungsbewusst umzugehen. Sie erfahren, dass man nur dann Spaß und Freude beim Kämpfen haben kann, wenn der Partner seelisch und körperlich unversehrt bleibt.
Nachdem zu Anfang gemeinsam mit den Kindern Regeln erarbeitet werden, sind die Kinder mit viel Spaß und Begeisterung bei den Raufübungen und -spielen dabei. Oftmals ließen sich bisher auch die LehrerInnen dazu hinreißen, sich ins Getümmel zu stürzen und eifrig mit den Kindern zu raufen. Bei der abschließenden Feedback-Runde fanden es die Kinder vor allem schade, dass der Workshop schon zu Ende war.
Abschließend lässt sich sagen, dass „Ringen, Rangeln, Raufen“ ein voller Erfolg ist, bei dem nicht nur die Kinder und die Fachkräfte des Sportkreis viel Freude haben, sondern auch die LeherInnen neben neue Ideen für den Sportunterricht auch neue Erkenntnisse über ihre Schüler mitnehmen können.


