"Straßenfußball für Toleranz"
Zielgruppe:
Jugendliche im Alter von 10-16 Jahre
Veranstaltungsorte:
Mehrere öffentliche Plätze in ganz Heidelberg
Kooperationpartner:
- Fußballkreis Heidelberg
- Kulturfenster Heidelberg
- Landessportverband Baden Württemberg
- Sicheres Heidelberg e.V.
Projektbeschreibung:
Straßenfußball braucht keine speziellen Plätze, keine teuren Geräte und keine aufwendigen Rahmenbedingungen: überall spielbar, überall verständlich und allen gleichermaßen zugänglich erlaubt er einen einfachen, unbeschwerten, motivierenden und lebensraumorientierten Zugang zum Sport. In diesem Sinne spricht er im Besonderen die chancenschwachen Kinder und Jugendlichen an, denen sonst auf Dauer der Zugang zum Sport verwehrt bleibt.
Der Sportkreis Heidelberg macht sich das große Potential des Straßenfußballs zur Nutze, in dem sich seit 2001 am landesweiten Projekt “Straßenfußball für Toleranz“als Ausrichter beteiligt.
Das Projekt Straßenfußball für Toleranz nutzt das Potential und schafft mit seinem besonderen Regelkatalog einen Rahmen für Lerninhalte wie Konfliktmanagement, Zivilcourage, interkulturelles Lernen, Fairness und Teilhabe. Das Lernen sozialer und personaler Handlungskompetenzen ist Voraussetzung für ein soziales und tolerantes Miteinander im europäischen und globalen Kontext.
Bei den "Straßenufußball für Toleranz"-Turnieren wird in einem besonderen Modus gespielt der seine Wurzeln in Kolumbien hat
In jedem Team (sechs SpielerInnen) muss mindestens ein Mädchen mitspielen: Erst wenn das Mädchen ein Tor erzielt hat, zählen auch alle anderen Tore der Jungen. Ausserdem gibt es keine Schiedsrichter. Sogenannte Teamer übernehmen diese Aufgabe. Sie beobachten das Spiel vom Spielfeldrand aus und greifen nicht unmittelbar in den Spielverlauf ein. Eine weitere Besonderheit ist die Punkteverteilung. Neben den üblichen drei Punkte für ein gewonnenes Spiel, gibt es einen Punkt für ein verlorenes Spiel und zwei Punkte für ein Unentschieden. Genauso stark gewichtet wird Fairplay. Vor jedem Spiel einigen sich die gegnerischen Mannschaften auf drei Kriterien die in diesem Spiel besonders beachtet werden sollen (Beispiel: Shake-Hands nach dem Spiel oder Fouls selbständig zugeben). Nach dem Spiel besprechen die Teamer mit den Mannschafften den Spielverlauf und entscheiden mit ihnen über die Vergabe der Fairplay-Punkte. Es können pro Mannschaft und Spiel maximal drei Punkte vergeben werden, das heißt Fairplay entscheidet genauso über Sieg oder Niederlage, wie die erzielten Tore. Somit kann eine Mannschaft, die sehr fair spielt, fußballerisch aber nur durchschnittlich, trotzdem eine gute Platzierung erreichen.
Projektziele:
- Förderung ausländischer Schüler und Schülerinnen
- Beitrag zum Gesamtkonzept „Bewegte Schule“
- Förderung des sozialen Miteinanders, den Mädchen kommt eine entscheidende Rolle im Spielverlauf zu
- Senken des Aggressionspotentials/der Aggressionsbereitschaft der Jungen durch Einbeziehen der Mädchen im Team
- Straßenfußball wird zum sozialen Treffpunkt für alle
sportliche und soziale Fähigkeiten werden gleichermaßen bepunktet - Im Spiel entstehen notwendigerweise immer Formen der Kommunikation: Dialogbereitschaft und Dialogfähigkeit werden gefördert
- Jugendliche gestalten den Spielverlauf relativ autonom
- Grundlagen des Konfliktmanagements werden eingeübt und die Entscheidung in einzelnen Situationen nicht gleich an Dritte (Schiedsrichter) weitergegeben
Ansprechpartner:
Martino Carbotti
Sportkreis Heidelberg e.V.
Harbigweg 5
69124 Heidelberg
Tel. 06221/160563
Fax. 06221/161284
info@sportkreis-heidelberg.de
Roger Back
Kulturfenster e.V.
Kirchstraße 16
69115 Heidelberg
Tel.: 06221/1374860
Fax.: 06221/1374879
kontakt(at)kulturfenster.de
Fotos: Ralph Fülop

