„Reiten macht stark“ – ein sozialpädagogisches Projekt für Schülerinnen
Viele Mädchen träumen davon ein eigenes Pferd zu besitzen. Dieser Traum verwirklicht sich allerdings nur für wenige, da er oftmals mit hohen Kosten verbunden ist. Besonders Jugendliche aus sozialschwachen Familien haben oft nicht die nötige praktische und emotionale Unterstützung ihrer Eltern, um sich regelmäßig der Pflege eines Pferdes widmen zu können.
Das Projekt „Reiten macht stark“ richtet sich an Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahre, die auf Grund ihrer familiären Situation nur geringe Unterstützung erfahren. Gerade für diese Jugendlichen kann aber eine emotionale Beziehung zu einem Pferd sehr hilfreich sein. Die Erfahrungen aus dem therapeutischen Reiten zeigen, dass die Beziehung zu Pferden sehr intensiv und fehlende emotionale Unterstützung innerhalb der Familie ausgeglichen werden kann.
So entstehen positive Effekte für die Persönlichkeitsentwicklung und die Entwicklung der Emotionalität. Darüber hinaus werden Werte wie Zuverlässigkeit, Dauerhaftigkeit und Sorgfältigkeit vermittelt – Werte die in den jeweiligen Elternhäusern oft nicht mehr ausreichend vermittelt werden.
Pferde benötigen einerseits sehr viel Aufmerksamkeit und machen andererseits sehr deutlich, wenn die benötigte Pflege nicht geleistet wird.
Die Grundlage für „Reiten macht stark“ bildet die Kooperation zwischen Heidelberger Hauptschulen und den Reitvereinen Jugendhof Heidelberg und Reit- und Fahrverein Handschuhsheim.
Die Schulleitung der jeweiligen Schule wählt zwei Schülerinnen aus, die sich an dem Projekt beteiligen dürfen. Es sollen natürlich Mädchen sein, die einer besonderen Förderung bedürfen und bei denen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation durch diese Maßnahme erwartet werden kann.
Für jede Schule übernimmt ein Reitverein die Patenschaft. Dies bedeutet, dass die ausgewählten Schülerinnen bei diesem Verein das Reiten und die Arbeit mit Pferden lernen. Für die Schülerinnen entstehen dabei keine Kosten. Die Dauer des Projekts ist offen, sollte aber zunächst ca. zwei Jahre betragen. Die Vereine werden von Christine von Pressentin, von der Sportjugend Heidelberg und Katharina Grün, Mitarbeiterin des Sportkreises Heidelberg, unterstützt. Sie sorgen für die Abwicklung des Projekts, die Kommunikation zwischen den Projektpartnern und bauen Kontakt zu den Schülerinnen auf. Aufgrund des Erfolges soll das Projekt in Zukunft ausgebaut werden.
Nähere Informationen erhalten Sie unter 06221-160563 bei Katharina Grün oder Martino Carbotti vom Sportkreis Heidelberg.


