Deutschland-Achter erobert die Herzen der Heidelberger! 7. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ am 17.9.2016 in Heidelberg

Mit exakt 70 Booten fand am vergangenen Samstag die 7. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ bei spätsommerlichem Wetter, Sonnenschein und vor allem ohne den prophezeiten Regen statt. Auf der Neckarwiese hatten die Veranstalter Stiftung Leben mit Krebs, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und die Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH) rund 3000 Besucher angelockt. Die Gäste genossen eine spannende Benefizregatta, das bunte Rahmenprogramm mit zahlreichen Attraktionen für Groß und Klein. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Interviews mit dem Deutschland-Achter, den Silbermedalliengewinnern in Rio, und Carina Bär, die die Goldmedallie im Vierer aus Rio mit nach Hause brachte. Neben dem unterhaltsamen Bühnenprogramm und Informationsständen war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Neu in diesem Jahr war das vom Heidelberger Softwarehersteller insinno entwickelte Quiz zu „Rudern gegen Krebs“. Der Sportkreis Heidelberg bot einen Bewegungsparcour an.

Insgesamt kamen ca. 100.000 Euro aus Spenden, Startgebühren und Sponsoringgelder bei der diesjährigen Heidelberger Benefizregatta zusammen.  Der stolze Betrag wurde vor allem dank der Unterstützung der Hauptsponsoren wie SNP, SKYLABS, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Fuchs, Merck, BB Bank Stiftung und Else Kröner-Fresenius-Stiftung möglich. Den Grundstein hatten bereits die Heidelberger Schulen und die Kindersportschule (KISS) gelegt. Sie überreichten 10.000 Euro aus zwei Spendenläufen. Am Ergometerstand der RGH wurden rund 800.000 m gerudert , die die Heidelberger Volksbank mit  1 EUR/100 m honorieren wird. Der Rotary Club-Alte Brücke unterstützte die Regatta wieder mit einem Luftballonwettbewerb. 16 h stiegen 2016 Luftballons gen Himmel -  ca. 2000 davon wurden verkauft. Der Erlös der Heidelberger Regatta geht an das Programm "Bewegung und Krebs" am NCT.

Fünf Krebspatienten kamen zu Wort – zwei davon ruderten sogar bei der Regatta mit. Die Patienten berichteten von ihren Erfahrungen mit sportlicher Aktivität während einer Therapie. Sport während als auch nach einer Therapie, die Teilnahme am kulturellen Leben und eine kontrollierte Ernährung können die Lebensqualität der Erkrankten verbessern. Die großen Sportvereine der Region Rhein-Neckar Löwen,  Adler Mannheim, SV Sandhausen,  TSG 1899 Hoffenheim, SV Waldhof Mannheim und das Leichtathletikteam Rio unterstützten mit gespendeten Trikots die Benefizregatta. Die signierten Shirts der Mannschaften wurden teilweise im Vorfeld und auch am Tag der Regatta vor Ort versteigert – das meistbietende Shirt brachte 250 Euro.

Neu bei der 7. Regatta „Rudern gegen Krebs“ war der „International Rowing against Cancer Award“.  Hier startete aus Heidelbergs Partnerstadt Cambridge ein Frauen-Achter gegen den Deutschland-Achter in Rio-Besetzung und einen Heidelberg -Achter. Die Gäste aus Cambridge sind Mitglieder des „Cantabrigian Rowing Club“, dem größten und bekanntesten Ruderclub in Cambridge. Einige der Ruderinnen sind selbst im Gesundheitswesen beschäftigt oder haben bereits eigene Erfahrungen mit der Krankheit gemacht, weshalb für sie „Rudern gegen Krebs“ eine Herzensangelegenheit ist. Der Heidelberg-Achter setzte sich zusammen aus Olympiasiegerin Carina Bär als Steuerfrau und Mitgliedern der Veranstalter Stiftung Leben mit Krebs, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und der Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH).

Der Deutschland-Achter startete beim ersten Rennen 10, beim zweiten 15 und beim dritten Rennen 22 Sekunden später auf die 300 Meter lange Strecke. Erwartungsgemäß siegte das Flaggschiff des Deutschen Rudersports bei allen Achterrennen. Aber beim dritten Rennen mussten die Männer im Deutschland-Achter die Schlagzahl kräftig erhöhen und gewannen nur sehr knapp vor dem Heidelberg-Achter, der sich wie eine Turniermannschaft von Rennen zu Rennen steigern konnte. Die Herzen der Heidelberger eroberte aber eindeutig der Deutschland-Achter bei seinem dritten Gastspiel in Heidelberg. „So viel Autogramme wie hier haben wir noch nie gegeben!“ freute sich Steuermann Martin Sauer.

Auch die weiteren Rennen wurden mit großer Aufmerksamkeit vom Publikum verfolgt und kurzweilig von Wolfgang Grünwald (RNF Sportchef) und Arno Boes (Eurosport) kommentiert. Am Nachmittag fanden die Finalläufe statt. Bei den Frauen siegten „Herbies Schnecken“, bei den Männern „Volksbank Kurpfalz Azubi“ und in der Mixed-Klasse „Pfizer Oncology II“. In der Meisterklasse der Medalliengewinner vom Vorjahr gewann „Evonik Dossenheim 1“ und in der Meisterklasse Vereinsmannschaften „insinno 02“.

16 Helfer haben die Regatta im Rahmen des Freiwilligentages unterstützt. Mehr als 100 Helfer der Stiftung Leben mit Krebs, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und der Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH) haben diese 7. Regatta „Rudern gegen Krebs“ möglich gemacht.

2005 wurde die Regatta von der Stiftung Leben mit Krebs ins Leben gerufen. Seit 2009 ist auch Heidelberg Standort. In diesem Jahr wird in elf Städten für den guten Zweck gerudert – dieses Wochenende fand die insgesamt 80. Regatta statt.

 

Faktenübersicht:

Anzahl Boote: 70

Teilnehmer: 280

Besucher auf der Neckarwiese: ca. 3.000

Gesamt-Spendenerlös: ca. 100.000 Euro

Veranstaltungsort: Neckar, an der Neuenheimer Neckarwiese

Länge der Rennstrecke: 300 Meter

Bootsklasse: Doppelvierer mit Steuerleuten

Teilnehmer / Teams: Frauen, Mixed, Männer und Meisterklasse

Schirmherren: Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister Heidelberg

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Gründer und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der MLP AG