Maximilian Saßerath startet bei Crosstriathlon-WM

Für die meisten Triathleten des SV Nikar Heidelberg - Auto Peters Teams war die Saison 2015 schon Mitte September vorbei. Für Maximilian Saßerath (22), gerade Deutscher Crosstriathlon-Vizemeister geworden, steht allerdings eins seiner sportlichen Highlights mit der ITU Weltmeisterschaft im Crosstriathlon am kommenden Wochenende auf Sardinien noch an.

Auf Grund der sehr guten Leistung bei der U23-Europameisterschaft und dem nationalen Vizetitel in Zittau wurde er von Bundestrainer Ralf Ebli für einen Start im Elitefeld der U 23 für diese Welt-Titelkämpfe nominiert.
Auch wenn er mit seinen Siegen in der 2. BaWü-Liga und den zuletzt erreichten TOP-Platzierungen in der Eredivisie, der ersten niederländischen Liga, mit ausreichend Selbstvertrauen an den Start gehen kann, bringt jeder Cross-Wettkampf neue, unvorhergesehene Herausforderungen. Ein bisschen Glück, dass man nicht durch eine Panne wertvolle Zeit einbüsst oder ganz ausscheidet, gehört bei schwierigen Geländebedingungen ebenfalls immer dazu.
Maximilian wird 1500 m im Mittelmeer, 32 km MTB und 9,6 km Laufen rund um die Bucht von Orosei bis zum Ziel bewältigen müssen. Gemeinsam mit seiner fünf Jahre jüngeren „kleinen“ Schwester Anna Pauline, die bei den Elite-Juniorinnen über die halbe Distanz am Start steht und letztes Jahr Vizeweltmeisterin werden konnte, hat er sich viel vorgenommen. 
Obwohl die Beiden 2014 bei der WM mit der Silber- bzw. Bronzemedaille ihre Erwartungen bei Weitem übertrafen, kann man für den kommenden Wettkampf keine Prognose abgeben. Sicherlich liebäugeln die erfolgreichen Geschwister damit, beim Kampf um die Podestplätze ein Wörtchen mitreden zu können – als Favoriten werden aber andere Namen gehandelt. „Die Gefahr eines Defektes an den gewichtsoptimierten Carbon-MTBs oder sogar eines Sturzes auf der Radstrecke ist deutlich höher, als mit dem Rennrad auf sauberen Straßen“ weist Max auf die Unwägbarkeiten eines solchen Wettkampfes hin. Die Startfelder sind im Vergleich zum letzten Jahr deutlich größer und neben den Athleten der EM im Juli sind zahlreiche Sportler aus Übersee mit dabei. „Im Vergleich zur Euro muss ich mich noch einmal erheblich steigern, um in die Nähe der Medaillen zu kommen, aber ich werde mein Bestes geben und voll angreifen“ gibt Maximilian ganz klar die Marschroute vor.
Nicht zuletzt auch im Hinblick auf die noch Anfang November anstehende X-Terra Weltmeisterschaft auf Maui, dem Äquivalent des legendären Ironman auf Hawaii der „normalen“ Triathleten, für die sich Saßerath in Zittau qualifizieren konnte, möchte der Ausnahmeathlet des SV Nikar auf Sardinien einen sehr guten Wettkampf abliefern.