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Sportpartnerschaft zwischen Heidelberg und Bautzen

Sommer 2015: Heidelberger Sportjugendauswahl beim Internationalen Sportfest der Partnerstädte Bautzens

Mit einem neuen Akzent ging das Internationale Jugendsportfest mit Bautzens Partnerstädte im Rahmen des Bautzener Frühlingsfestes über die Bühne.

Seit 1995 werden regelmäßig  und reihum neben Bautzen in den Städten Heidelberg, dem polnischen Jelenia Gora (ehemals Hirschberg) und dem tschechischen Jablonec nad Nisou (ehemals Gablonz) sportliche Jugendbegegnungen veranstaltet.

In der Vergangenheit mit verschiedenen Sportarten, in diesem Jahr erstmals in gemischten Gruppen, um damit das gegenseitige Kennenlernen zu intensivieren.

Je 10 Jugendliche (5 Jungen und 5 Mädchen) mit Betreuer/innen aus den vier Städten bewältigten in drei Tagen ein abwechslungsreiches  Sportprogramm. Dazu gehörten ein Orientierungslauf durch den Irrgarten Kleinwelka, Seesportwettbewerbe am Stausee Bautzen und individuelle Sportangebote wie Beachvolleyball, Mini-Golf , Tischtennis und Kegeln, sowie Klettern im Boulder-Zentrum des MSV Bautzen.

Bei der Siegerehrung aller Mixed-Teams der Bautzen-Olympiade der Partnerstädte auf der Bühne am Hauptmarkt überreichten Oberbürgermeister Christian Schramm, assistiert von seinem Amtsleiter für Bildung und Soziales, Thomas Groß, an alle Aktiven Pokale, so dass sich alle Beteiligten als Sieger fühlen konnten.

Sportkreisvorsitzender Gerhard Schäfer in Begleitung seines Stellvertreters Alfred Lampert bedankte sich bei der Stadt Bautzen und den für das Sportfest Verantwortlichen der Sportjugend für den durchaus gelungenen Neustart, auf dem sich in Zukunft mit Sicherheit aufbauen lässt.

Bei der offiziellen Eröffnung des „Bautzener Frühlings“ hatte Oberbürgermeister Schramm als einer seiner letzten Amtshandlungen nach 24-jährigem Einsatz für seine Stadt -in Verbundenheit zur Stadt Heidelberg - Gerhard Schäfer zum gemeinsamen Fassanstich eingeladen, der ohne „Unfall“ vollzogen wurde.

Ausstellung zum Jubiläum

Sport und Jugendaustausch spielten beim Entstehen der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Heidelberg und Bautzen kurz nach der Wende Anfang 1990 eine wichtige Rolle.

Das kommt deutlich bei einer Ausstellung im Rathaus der Stadt Heidelberg zum Ausdruck.In ihr werden die Entstehung  und Entwicklung  der Beziehungen zwischen der weltbekannten Stadt Heidelberg und dem sächsischen Bautzen mit eindrucksvollen Bildern und Berichten gewürdigt.

Sportkreis-Vorsitzender Gerhard Schäfer hatte im Rahmen eines Festaktes im Großen Rathaussaal in seiner Rede die Gelegenheit die Anfangskontakte zu schildern. Als damaliger Stadtjugendring-Vorsitzender fuhr er zusammen mit zwei Mitgliedern des Partnerschaftskomitees , Dr. Andreas Horn und Karlheinz Lösch, Anfang Januar 1990 nach Bautzen, um dortigen Jugendlichen vor allem über Sportbegegnungen die neuen Möglichkeiten im Westen nahe zu bringen. Konkret: Besuche in Heidelberg und deren Partnerstädte, wie beispielsweise dem  englischen Cambridge, dem französischen Montpellier und dem israelischen Rehovot.

Nach ihrer Rückkehr und den entsprechenden Berichten und Bildern, reizten diese Aufgaben, die sich mit dem sanierungsbedürftigen Bautzen und seiner sehenswerten Altstadt stellten, den damaligen Oberbürgermeister Reinhold Zundel und die Stadtverwaltung so sehr, dass sich daraus eine vielfältige und umfassende Partnerschaft zwischen beiden Städten ergab, die 1991 in einem Vertrag besiegelt wurde.

Von Anfang an spielten die Sportkontakte eine außerordentliche Rolle, die anfangs eng verbunden waren mit Heinz Brehm, dem damaligen Sportkreis-Vorsitzenden und seinem Pendant auf Bautzener Seite, Peter Schmidt. Die Bandbreite dieser Beziehungen findet sich in Brehms Broschüre zu  „20 Jahre Sport-Partnerschaft“ der beiden Städte.

Daher  hielt es Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner für angebracht , in einem Festakt zu „20 Jahren Wiedervereinigung“ die besondere Rolle des Sports nicht nur durch die Festrede des Sportkreisvorsitzenden zu würdigen. Die Delegation aus Bautzen, an der Spitze mit OB Christian Schramm , wurde von einer Akrobatikgruppe des MSV Bautzen begleitet,  die im Rathaussaal zusammen mit einer gleichartigen Gruppe des Heidelberger Circus Peperoni  einen Augenschmaus lieferte, der im gemeinsam szenisch dargestellten Mauerfall endete und viel Beifall erntete.

Um zu zeigen, dass die zahlreichen Kontakte nicht nur in der Vergangenheit anzusiedeln sind, überreichten Sportkreis und Sportjugend Heidelberg dem Ehrenvorsitzenden Peter Schmidt und dem Bautzener Sportjugendvertreter  Ronny Gutte einen Scheck über 1000.- Euro für von der Spreeflut geschädigten Sportvereine.