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2003: Sport-Umwelt-Teams: "Paddeln für die Umwelt"

Paddeln für die Heidelberger Umwelt – Erste Aktion im Rahmen des Projektes „Sport-Umwelt-Team“

Das Eintreten für eine intakte Umwelt gehört zu den Schwerpunktaktivitäten der Kanuabteilung des Wassersportvereins Heidelberg West. In diesem Jahr starteten die Kanuten erstmals eine umfangreiche Säuberungsaktion des Neckarufers vom Kanu aus. Eine Aktion, die nicht alltäglich ist und noch dazu äußerst effektiv. So läßt sich nämlich der schwer zugängliche Bereich zwischen Wasserfläche und Uferböschung vom Kajak aus gut erreichen, vom Ufer allerdings wäre dies kaum machbar. Mit Müllsäcken und Greifern, die das Umweltamt der Stadt Heidelberg stellt, läßt sich der Unrat aus diesem Bereich gut entfernen. So kann verhindert werden, dass viele Tiere, die in diesem Gebiet brüten und leben, in ihrer Ruhe gestört werden. Der Abfall wird in Booten zwischengelagert und anschließend korrekt entsorgt. Die Paddlerinnen und Paddler des WHWs nahmen gern an dieser Aktion teil, mit der besonders der Aspekt der Naturpflege und der Naturbegegnung verbunden ist. So haben am Sonntag, den 17. Februar, 15 Kanuten ca. 30 Säcke mit Unrat aus dem Uferbereich entfernt, wobei Ölfarbe, Rohrreiniger, Plastikflaschen und Unmengen von Getränkedosen zu den „Sammelobjekten“ zählten. 

Für diese innovative Idee hatte der WHW bereits im Dezember im Rahmen eines Ideen-Wettbewerbs des Sportkreises Heidelberg und des Amtes für Umweltschutz der Stadt Heidelberg, welcher zum Start des Projektes „Sport-Umwelt-Team“ diente, den 3. Preis erhalten. Für die Nachhaltigkeit der Umweltarbeit des Vereins soll darüber hinaus ein vierköpfiges Team (Sport-Umwelt-Team), welches einer speziellen Schulung durch den Sportkreis unterzogen wird, garantieren. Diese Aktion ist nur der Start einer Reihe von Umwelt-Modell-Projekten, die der Sportkreis Heidelberg und das Umweltamt mit interessierten Vereinen durchführen werden. Voraussetzung für jedes umgesetzte Projekt ist allerdings das Vorhandensein eines Sport-Umwelt-Teams innerhalb des Vereins. Die Grundidee des Projektes ist es nämlich, nicht nur Dinge zu verändern, sondern das Denken der im Verein aktiven Mitglieder. Dies kann nur über ein Gremium, welches die Philosophie der Agenda 21 an die Vereinsmitglieder weitergibt, gewährleistet werden. Nicht eine Aktion ist gefragt, sondern ein Team von dem viele Aktionen ausgehen.