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Durch Bewegung und Sport im Alter selbstständig bleiben - „Senioren-Aktiv-Programm“ in drei weiteren Heidelberger Stadtteilen

Im hohen Alter ein selbstständiges und aktives Leben führen können – dies ist das des Projektes „Senioren-Aktiv-Programm“, das der Sportkreis in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg durchführt.

Das Programm besteht aus drei Komponenten. Zunächst wird Wissen über Alternsprozesse, Selbstständigkeit, körperliche Aktivität und Methoden der Gesundheitsförderung vermittelt. Dann erfolgt eine Testung der alltagbezogenen körperlichen Fitness, an die sich eine individuelle Fitness- und Bewegungsberatung anschließt. Ein körperlich aktiver Lebensstil ist der Grundstein für ein langes Leben in Selbstständigkeit, so der Ansatz der Wissenschaftler. Ob man auf dem richtigen Weg ist, wird durch die Fitness-Testung ermittelt.

Der Sportkreis hat sich gemeinsam mit dem Institut für Gerontologie der Uni Heidelberg vorgenommen, das Programm in allen Heidelberger Seniorenzentren durchzuführen. Nachdem im Frühjahr die ersten vier Zentren (Weststadt, Wieblingen, Neuenheim und Rohrbach) an der Reihe waren, folgten nun die Einrichtungen im Pfaffengrund, in Ziegelhausen und in der Altstadt.

Dr. Christoph Rott vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg referierte jeweils mit dem Einführungsvortrag über „Was bedeutet Selbstständigkeit im Alter und wie kann sie bewahrt werden?“. Er ging dabei insbesondere auf die Alternswünsche, aber auch die drohenden Alternsrisiken ein, die die Selbstständigkeit im Alter gefährden. Moderate Bewegung mit Anstrengung sei ein maßgeblicher Faktor, die Selbstständigkeit im Alter positiv zu beeinflussen. Selbst im Alter mit intensiver Bewegung oder Sport zu beginnen, lässt die Chancen auf ein gesundes Altern enorm steigen, so Dr. Rott. „Warum parken die Leute immer möglichst nah am Eingang eines Einkaufszentrums? Wieso eigentlich nicht möglichst weit weg - dann muss man sich bewegen!“, so eine pointierte Frage des Referenten an die Zuhörer.

Mit Hilfe eines wissenschaftlich fundierten Tests, der von Mitarbeitern des Sportkreises Heidelberg durchgeführt wurde, konnten die Seniorinnen und Senioren nach dem Vortrag ihre persönliche, körperliche Fitness überprüfen lassen. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde anschließend von Studierenden der Pädagogischen Hochschule und des Instituts für Gerontologie in einem Beratungsgespräch die Bedeutung der Testergebnisse erläutert. Jede getestete Person erfuhr, wie ihre Leistung im Vergleich zu anderen Personen gleichen Geschlechts und Alters zu beurteilen ist, wo Stärken und Schwächen gefunden wurden sowie welche Bewegungsaktivitäten für sie sinnvoll sind. Dabei wurde auch auf die vom Sportkreis zusammengestellten Bewegungsangebote der Heidelberger Sportvereine eingegangen. Insgesamt nahmen an der Zweiten Testphase über 60 Seniorinnen und Senioren teil. Unterstützt wird die Aktion von der Firma „adViva“, deren Mitarbeiter dabei halfen, den Senioren die Wartezeit zwischen den Testrunden zu „versüßen“, in dem sie ergänzend unterschiedliche Gesundheitstests anbieten.

Im Frühjahr 2016 soll schließlich in den verbliebenen vier Heidelberger Seniorenzentren (Kirchheim, Handschuhsheim, Emmertsgrund/Boxberg, Bergheim) das „Senioren-Aktiv-Programm“ durchgeführt werden. Auch dort erhoffen sich die Organisatoren eine ähnlich positive Resonanz wie bei den bisherigen Veranstaltungen. Termine werden über die Presse sowie die Internetseite des Sportkreises bekannt gegeben.