Sie sind hier: Über uns > Sportkreis-Nachrichten > 

„Face To Face“ – Sportpaten unterstützen Kinder und Jugendliche

Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen haben oft Probleme sich auf herkömmliche Weise in einen Sportverein zu integrieren. Sie kommen meist in der Gruppe nicht klar und verlassen den Verein häufig wieder. Dies kann dazu führen, dass sie sportlich inaktiv werden und ihnen darüber hinaus auch das soziale Lernfeld „Sport“, welches nachweislich ein gutes Medium bei der Entwicklung der Persönlichkeit ist, nicht mehr zur Verfügung steht. Oft sind diese Kinder und Jugendlichen auch nicht in der Lage sich selbst zur regelmäßigen Bewegung zu motivieren.

Der Sportkreis Heidelberg versucht mit Hilfe seines Projekts "Face To Face" solche Kinder und Jugendliche zu unterstützen und ihnen in ihrer Entwicklung weiterzuhelfen. Jedes Kind bekommt einen Paten zur Seite gestellt mit dem es sich regelmäßig – meist einmal pro Woche - trifft, wobei das gemeinsame Sporttreiben im Vordergrund steht. Durch den Sport eine emotionale Beziehung zu dem Kind aufzubauen, ist das Ziel des Projekts. Langfrist wird die Integration in einen Sportverein angestrebt, um den „Patenkindern“ in eine permanente soziale Struktur einzubetten.

"Face to Face" – Die Besonderheit ist im Namen schon inbegriffen: Jeder Pate/jede Patin hat ein Patenkind, mit dem er/sie Zeit verbringt. Durch die individuelle Betreuung kann ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.

Aktuell existieren vier dieser Patenschaften. Die Paten verpflichten sich mindestens ein Jahr für ihr Patenkind da zu sein. Nur über diesen langfristigen Zeitraum ergibt diese „Beziehungsarbeit“ pädagogisch Sinn. Die Paten sind derzeit Annika Rack, Stefanie Wink, Nadine Schnepf und Marcel Ebert. Der Sportkreis ist bemüht die Anzahl der Patenschaften im Jahre 2016 weiter zu erhöhen.

Die Vielfältigkeit der Patenschaften, soll an zwei Beispielen kurz aufgezeigt werden:

Marcel Ebert, mit seinem Patenkind O. aus Ghana trifft sich mit ihm zum „Sporteln“ damit er Freunde an der Bewegung findet, aber auch, dass er seine Vergangenheit besser verarbeiten kann. Der Sport schlägt hierbei die Brücke zwischen den Kulturen.

Nadine Schnepf geht mit ihrem Patenkind L. in die Kletterhalle. Das gemeinsame Klettern fördert das gegenseitige Vertrauen und hilft ihm Selbstbewusstsein zu gewinnen, da er selbst eine gewisse Verantwortung durch diesen Sport übernimmt.

In beiden Fällen wird eine für die Kinder wichtige Verbindung geschaffen, auf die sie immer zurückgreifen können.