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„Gemeinsam gewinnen wir“ - Sportjugend organisiert integratives Fußballturnier

Gemeinsam große Siege einfahren, bittere Niederlagen wegstecken oder einfach nur unbeschwert Spaß haben: Wenn es um das Zusammenschweißen von Menschen unterschiedlicher Herkunft geht, ist kaum ein gesellschaftliches Feld so erfolgreich wie der Sport. Und die 20. Ausgabe des Hallenfußballturniers „Gemeinsam gewinnen wir“ in der Kirchheimer Soccarena war dafür wieder ein eindrucksvolles Beispiel.

Schon als die Veranstaltung 1997 erstmals ausgetragen wurde, war Integration das zentrale Anliegen des Turniers. Damals richtete sich das Angebot jedoch noch primär an die Kinder von Migranten, sodass bei der Anmeldung explizit darauf geachtet wurde, ein möglichst internationales Teilnehmerfeld zu haben.

„Jetzt ist es ein Turnier für alle Kinder“, erklärte Sascha Barth von der Sportjugend Heidelberg. Der integrative Grundgedanke lebt aber natürlich trotzdem weiter – und wird in gleich mehrfacher Hinsicht umgesetzt, wie der Blick auf die rund 120 Teilnehmer und Teilnehmerinnen verrät.

Denn erneut waren nicht nur Fußballer

unterschiedlicher Herkunft, sondern auch Mädchen und Jungs gemeinsam am Ball. „Ein Mädchen muss immer auf dem Feld sein“, betont Sportjugend-Vorsitzender Ralph Fülop. Auch was die teilnehmenden Schulen betrifft, war ein heterogenes Feld vertreten. Sowohl beim St. Raphael-Gymnasium als auch bei der Elisabeth-von-Thadden-Schule, der Theodor-Heuss-Realschule, dem Bunsen-Gymnasium, der Internationalen Gesamtschule, dem Helmholtz Gymnasium, dem Englischen Institut, der Geschwister-Scholl-Schule sowie der Otto-Graf-Realschule aus Leimen fand das integrative Turnier Anklang. Bereits zum zweiten Mal ergänzte ein attraktives Rahmenprogramm das Turnier. So gab es neben den Pokalen für die drei bestplatzierten Teams sowie dem Fair-Play-Pokal erneut auch einen speziellen Teamwettbewerb. Dabei mussten die Schüler und Schülerinnen möglichst oft an eine Wand passen, möglichst schnell durch einen Parcours dribbeln, sich im Zielschießen beweisen und neuerdings auch Quizfragen aus der Welt des Sports beantworten. „Damit sind die Kinder auch in den Pausen beschäftigt“, erklärte Valentin Bauder, der in diesem Jahr schwerpunktmäßig für die Organisation zuständig war.

Die Idee zahlte sich aus: Sowohl beim Teamwettbewerb als auch beim eigentlichen Turnier waren alle mit Begeisterung bei der Sache. So wie beispielsweise die Schüler und Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Schule, welche gleich mit vier Teams an der Veranstaltung teilnahm. 

Am Ende des Tages konnte sich dann, die Otto-Graf-Realschule Leimen über eine erfolgreiche Titelverteidigung freuen. Sie schlug im Finale die Theodor-Heuss-Realschule mit 6:4 Toren. Dritter wurde die Mannschaft des Englischen Institutes, die sich mit 3:1 gegen die Elisabeth-von-Thadden-Schule durchsetzte und zusätzlich den Teamwettbewerb für sich entscheiden konnte. 

Der Fair-Play-Pokal ging in diesem Jahr an die Elisabeth-von-Thadden-Schule, die von den Schiedsrichtern und dem Orga-Team einstimmig gewählt wurde.