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„In Bewegung lebenslang“ – Über 100 Seniorinnen und Senioren beim Informations- und Mitmachtag

„Was würden Sie tun, um 3 Jahre länger leben zu können?“ war eine Frage des bekannten Gerontologen Dr. Christoph Rott an die Seniorinnen und Senioren beim 1. Informations- und Mitmachtag am 7. Oktober 2016 in Heidelberg. Die Antwort gab er auch, in dem er die hohe Bedeutung von Bewegung im Alter betonte. 15 min moderate körperliche Aktivität pro Tag reichen, um die Sterblichkeit soweit zu senken, dass 3 Jahre mehr herausspringen, so Rott.

Verbesserung und Erhaltung der Selbstständigkeit durch Bewegung war die Zielsetzung des Informations- und Mitmachtages, der im Haus am Harbigweg zum ersten Mal durchgeführt wurde und vom Amt für Soziales und Senioren, dem Amt für Sport und Gesundheitsförderung sowie dem Sportkreis Heidelberg organisiert wurde: Bewegung im Alter soll „angenehme Pflicht“ sein.

Zunächst konnte man seine eigene Fitness mit dem Alltags-Fitnesstest überprüfen. Die anschließende Auswertung und Beratung führten Mitarbeiter des Instituts für Gerontologie durch. Die Angebote, sich im Alltag und der Freizeit aktiv zu bewegen, waren breit gefächert. Vor allem wurde dabei deutlich, welche tollen Angebote bereits in den Seniorenzentren und in den Vereinen der Stadt bestehen:

Ein Kurs zur Sturzprophylaxe des Seniorenzentrums Ziegelhausen, ein Tai-Chi-Kurs des Seniorenzentrums Weststadt, einen Brasilkurs der TSG Ziegelhausen, das „Bleib fit – tanz mit!“ Angebot des Seniorenzentrums Boxberg-Emmertsgrund, ein Gedächtnistraining der aktivijA e.V. Heidelberg, ein Kurs „Yoga für Späteinsteiger“ des Seniorenzentrums Wieblingen, ein Duft Qi Gong-Kurs des Seniorenzentrums Weststadt, ein Pilateskurs des Seniorenzentrums Neuenheim und ein Rückentraining des TSV Pfaffengrund.

Wer sich lieber an der frischen Luft betätigte wollte, konnte sich beim Bogenschießen des BSC Heidelberg, beim Tischtennis des Sportkreis Heidelberg, beim Boule der Akademie für Ältere, beim Bewegungstreff der Aktiven Senioren oder dem Walkingangebot des GUS Heidelberg aktiv betätigen.

In den Tag eingeführt wurde von Dr. Christoph Rott vom Institut für Gerontologie mit seinem Vortrag „Bewegung erfüllt Alterswünsche“. Des weiteren wurde eine Präsentation zur Integration von körperlichem Training in das Alltagsleben von Dr. Michael Schwenk vom Netzwerk Alternsforschung und eine Präsentation über spielebasiertes Training zur Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit von Christian Werner vom Agaplesion Bethanien Krankenhaus geboten.

Flamenco und Stepptanz Aufführungen der Aktiven Senioren, sowie der Tanzgruppe Handschuhsheim und Rohrbach und der Gymnastikgruppe des Seniorenzentrums Kirchheim rundeten den bunten Nachmittag ab.