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„Kraxel Cracks“ – Kletterprojekt des Sportkreises Heidelberg stärkt die Klassengemeinschaft und das Selbstvertrauen

In einer Zeit, in der Themen wie Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und Toleranz eine immer größere Bedeutung an Schulen bekommen, versucht das Projekt „Kraxel Cracks“, Schülern und Schülerinnen, genau diese Kompetenzen zu vermitteln. Seit vielen Jahren wird diese Aktion vom Sportkreis Heidelberg, diesmal unter der Leitung von Malin Müller und Lukas Meysen, in Kooperation mit der Polizeidirektion Heidelberg und dem Deutschen Alpenverein Sektion Heidelberg für 5. und 6. Klassen aus Heidelberger Schulen angeboten. Gerade beim Wechsel von der Grund- in die weiterführende Schule bilden sich neue Klassengemeinschaften, die besondere Unterstützung benötigen. Wie in jedem Jahr waren auch dieses Mal wieder Klassen aus allen Schultypen vertreten (Gymnasien, Realschulen, Gemeinschaftsschulen, Förderschulen)

Die teilnehmenden Jugendlichen wachsen, bei der für sie meist unbekannten Sportart Klettern, über sich hinaus und schöpfen so neues Selbstvertrauen. Gleichzeitig lernen die Teilnehmer die Polizei, die beim Sichern aktiv unterstützt, in einem positiven Kontext als „Freund und Helfer“ kennen. Berührungsängste sollen dadurch abgebaut werden.

Die 16 Termine, an denen sich die Schulklassen für drei Stunden in der Kletterhalle des DAV Heidelberg auspowern konnten, waren, wie jedes Jahr, wieder schnell vergeben.

Nicht nur physische Kräfte, sondern vor allem Mut und Vertrauen waren gefragt, als die Schüler es mit der zwölf Meter hohen Kletterwand aufnahmen. Mit kleinen Hilfestellungen und Tipps kamen alle „höher als gedacht“ und nicht selten auch nach ganz oben.

Das Betreuerteam setzte sich aus erfahrenen Kletterexperten des DAV, Mitarbeitern des Sportkreises Heidelberg und Polizisten des jeweiligen Bezirks der teilnehmenden Schulklassen zusammen. Während die Kletterexperten und Betreuer vor allem für die Sicherung der Kletterer verantwortlich waren, suchten die Polizeibeamten gezielt das Gespräch mit den Jugendlichen die gerade nicht „an der Wand“ hingen.

Eine Hälfte der Klasse durfte jeweils 90 Minuten in der Kletterhalle Erfahrung sammeln und ihre persönlichen Grenzen austesten. Währenddessen beschäftigte sich die andere Gruppe im Boulderraum mit verschiedene Spielen, bei denen es vorrangig um Teambuilding und Vertrauen ging. Der drei Meter hohe Boulderbereich, der komplett mit Matten ausgelegt ist, eignet sich ausgezeichnet für Kooperations-, und kleine Kletterspiele. So wurde zum Beispiel bei der Übung „Feuer, Wasser, Sturm“, bei der sich die Schüler und Schülerinnen schnellst möglich an der Wand orientieren und, dem Kommando entsprechend, die passenden Griffe suchen mussten, auf die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit abgezielt.

Die knapp 450 Schüler und Schülerinnen, die in diesem Jahr an der Aktion teilnahmen, waren ebenso begeistert wie die Lehrer, die ihre Klasse teilweise ganz anders als im normalen Schulalltag erleben konnten.

Der Sportkreis bietet auch im nächsten Jahr das Projekt für Heidelberger Schulklassen an und hofft wieder auf rege Beteiligung.