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„Ringen, Rangeln, Raufen“ - respektvollen Umgang durch Kämpfen erlernen

Grundschulen, um Kindern den respektvollen Umgang im „Kampf“ miteinander auf spielerische Art und Weise näher zu bringen. In 90minütigen Workshops sollen sich die Kinder in kleinen Rauf- und Kampfspielen miteinander messen und das richtige Einsetzen der eigenen Körperkraft trainieren.

Um Spiele mit viel Körperkontakt wird im Sportunterricht häufig ein großer Bogen gemacht. Das liegt meist daran, dass Lehrkräfte mögliche Verletzungen und Streitereien vermeiden möchten. Dabei wird aber übersehen, dass Kinder den körperlichen Umgang miteinander für ihre Persönlichkeitsentwicklung brauchen. Kinder sollten also durchaus miteinander raufen, denn das „Balgen“ mit Gleichaltrigen ist ein elementares Grundbedürfnis und sollte keineswegs unterbunden werden. 

Bereits seit 2008 organisiert der Sportkreis Heidelberg das Projekt „Ringen, Rangeln, Raufen“ an Heidelberger 

Es ist dabei unbedingt darauf zu achten, dass wichtige Grenzen nicht überschritten werden: „Deshalb legen wir am Anfang zusammen mit den Kindern Regeln fest, die von jedem eingehalten werden müssen.“, erklärt Sportkreismitarbeiter Philip Heidrich, der in diesem Jahr für die Organisation der Workshops zuständig ist. Am Ende des Tages soll jedes Kind gelernt haben „Achtung vor seinem Gegenüber“ zu haben, so Heidrich weiter. Er bildet zusammen mit vier weiteren FSJ-lern und mehreren ehemaligen Mitarbeitern des Sportkreises Heidelberg das Leitungsteam. In diesem Jahr nahmen zehn Grundschulen, mit insgesamt 30   Klassen und ca. 550 Schülern, an der Aktion teil.   

Die Meinung und Einschätzung der Kids ist am Schluss jedes Workshops gefragt: In einer Feedbackrunde darf jedes Kind offen von seinen Erfahrungen während des Tages berichten und seine persönliche Einschätzung zum Projekt äußern. Auch die Lehrer erkennen, dass diese Art von Spielen einen positiven Einfluss auf die Kinder hat: Sie können sich richtig austoben und lernen währenddessen den respektvollen Umgang miteinander.