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Sport für Jugendliche mit Fluchterfahrung – Sportkreis und Lotto Baden-Württemberg unterstützt Sportangebote im Patrick-Henry-Village Heidelberg

Dank einer Spende der Staatlichen Toto-Lotto GmbH können die Sportangebote im Patrick-Henry-Village (PHV), dem zentralen baden-württembergischen Registrierzentrum für Flüchtlinge, erheblich ausgebaut werden. Bisher offerierte hier eine Trägergemeinschaft aus Caritasverband und Diakonischem Werk unter anderem Gymnastik für Frauen und einen Lauftreff für Männer. Nun kommen Fußball und Zumba hinzu.

Marion Caspers-Merk war es als Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg vorbehalten, den Anstoß zum neuen Fußballangebot für Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village auszuführen (Foto: Werner Polpanda)

Denn mit den 5000 Euro, die Lotto Baden-Württemberg  der Trägergemeinschaft jetzt zukommen ließ, wurde zum einen die aus Fußbällen, Turnschuhen, T-Shirts und Zumba-Hanteln bestehende Ausrüstung für diese beiden Sportaktivitäten angeschafft. Der Sportkreis Heidelberg organisiert eine Trainerin und einen Trainer die Zumba für Frauen und Fußball für Männer durchführen. Lotto übernimmt für ein Jahr das Honorar für die Übungsleiter.

Als Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg verwies Marion Caspers-Merk darauf, dass das von ihr geleitete Unternehmen seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des Sports und vieler sozialer Projekte im Land sei. Mit Blick auf die Spende für das Sportangebot im PHV hielt sie fest, dass gerade in der schwierigen Lage vieler Flüchtlinge Sport und Bewegung eine willkommene Abwechslung im Alltag seien. Man wolle mit der jetzigen Spende ein Zeichen setzen, wobei es für Caspers-Merk besonders wichtig ist, dass mit der auf ein Jahr angelegten Trainerfinanzierung nachhaltig Wirkung erzielt werde.

„Sport kann vieles, aber nicht alles“, man dürfe den Sport auch nicht überfordern, gab Sportkreisvorsitzender Gerhard Schäfer generell zu bedenken. Doch selbstverständlich seien Fußball und Zumba im PHV schon allein deswegen sinnvolle Angebote, weil auf diese Weise „auch nonverbal etwas getan werden kann“ und noch dazu „Struktur in den Alltag dieser jungen Menschen gebracht wird“.

Nicht unerwähnt lassen wollte er in diesem Zusammenhang, dass „viele Vereine im Sportkreis bereit sind, sich einzubringen“ Aus diesem Grund habe der Sportkreis extra einen Koordinator eingestellt, der sich darum kümmere, Verbindungen zwischen den Kommunen und den Vereinen auf der einen und Flüchtlingen auf der anderen Seite zu schaffen. (Text: Werner Polpanda)