3. Heidelberger Sportsymposium – ein Fenster in die Zukunft des Sports
Ende November 2010 veranstaltete der Sportkreis Heidelberg und das Sportinstitut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg das 3. Heidelberger Sportsymposium. Im Mittelpunkt dieser Tagung stand der Erfahrungsaustausch mit den Partnerstädten des Sportkreises über verschiedenste Sportkonzepte für alle Alterklassen.
Auf Einladung von Professor Dr. Klaus Roth und Gerhard Schäfer, Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg, hatten sich Wissenschaftler, Sportpraktiker und Organisatoren der Partnerstädte und Freunde des Sportkreises aus Bautzen, Cambridge, Jablonec nad Nisou, Linköping, Simferopol, Stanzach/Lechtal und Vichy eingefunden. Es wurde über innovative Bewegungsangebote, Strukturen und Veranstaltungskonzepte diskutiert. Die Vorträge und Workshops waren dabei offen für alle interessierten Besucher der Metropolregion Die Veranstaltung wurde als Fortbildungsmaßnahme vom BSB anerkannt.
Ein Schwerpunktthema der Workshops waren „Innovative Strukturen“. Hier wurden unterschiedliche Sportstrukturen, wie die Sportförderkonzepte „Anpfiff ins Leben“ (Fußball-Förderkonzept) und B.ALL (Basketball-Förderkonzept), die beide in der Metropolregion Rhein-Neckar angesiedelt sind, aber beispielsweise auch die Sportstrukturen der Partnerstädte Jablonec und Bautzen, vorgestellt.
Auch im Bereich „Innovative Bewegungsangebote“ gab es einige beeindruckende Beispiele aus dem RN-Raum. So wurden die Projekte „Kinder in Bewegung“ und „Heidelberger Kindersportschule KISS“, die sich beide mit der Frühförderung von Kindern befassen, erläutert. Besonders beeindruckt waren die Zuhörer auch von den beiden Heidelberger Schwimmprojekten „Schwimmfix“ und „Heidelberger Kids auf Schwimmkurs“, die sich zum Ziel gesetzt haben die Nichtschwimmerquote bei Heidelberger Grundschülern drastisch zu senken. Schließlich wurden Projekte aus den Bereichen „Sport und Bildung“ („Kick dich Schlau“), „Sport und Gewaltprävention“ („Nicht mit mir!) sowie „Sport und Integration“ („Sport für Senioren mit Migrationshintergrund“) präsentiert, die allesamt neue sportpädagogische Wege beschreiten.
Der dritte Schwerpunkt lag bei den Workshops beim Thema „Innovative Veranstaltungskonzepte“. Hier wurden große Sportveranstaltungen wie das Internationale Deutsche Turnfest, welches 2013 in der Metropolregion Rhein-Neckar stattfinden wird, die Heidelberger Integrationsveranstaltung „Sportfest der Kulturen“, die Ehrenamtsgala „You are the Champions“ und die Heidelberger Breitensportveranstaltung „Drachenboot-Cup“ den Teilnehmern näher gebracht. Aber auch die Delegationen aus den Partnerstädten hatten hier einiges beizutragen. So stellten die schwedischen Vertreter mit der „Vättern Rundan“ eines der größten breitensportlich orientierten Fahrrardevents Europas (30000 Teilnehmer) vor. Ebenfalls sehr beeindruckend waren die Schilderungen der französischen Delegation, die über den „Ironman Triathlon Vichy“ berichtete.
Beim Austausch wurden viele Gemeinsamkeiten in der Philosophie der Sportentwicklung festgestellt.
„In allen Partnerstädten kümmert man sich intensiv um den Kinder- und Jugendsport und den Sport im Alter. Bei der Sportausbildung geht man den Weg der Ballschule Heidelberg- weg von den Einzel- Sportarten und hin zu breit gefächerten allgemeinen spielerischen Grundschule.“, so Professor Dr. Klaus Roth.
Über die starke Vernetzung von Organisation in der Metropolregion Rhein-Neckar, zeigten sich viele Gäste erstaunt.
Auch für die „Dritte Halbzeit“ war für die Gäste durch ein buntes Rahmenprogramm gesorgt. Es gab ein gemeinsames Abendessen im Roten Ochsen, einen Besuch bei einem Spiel der Adler Mannheim in der SAP-Arena .Ebenso im Programm die Besichtigung des Sportkindergarten „Kinderreich“ in Zuzenhausen und des Trainingsgeländes sowie des Rhein-Neckar Stadions der TSG 1899 Hoffenheim mit deren offiziellen Mannschaftsbus.

