Rückenwind für die „Leitgans“ - Gerhard Schäfer als Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg bestätigt

- Der neue Vorstand des Sportkreis Heidelberg mit Gästen: v.l. Steffen Barth (Sprecher der BIGTUS-Vereine), Wolfgang Eitel (Geschäftsführer BSB), Thomas Müller (Vertreter der Verbände), Gert Bartmann (Leiter Amt für Sport und Gesundheitsförderung Heidelberg),Heinz Brehm (Ehrenkreisvorsitzender), Axel Schmitt (Vertreter der Sportkreisjugend), Dr. Peter Schloer (Ressort "Projekte"), Simone Saggau (Vorsitzende im Ausschuß "Frauen im Sport"),Rainer Römer (Verterter der Vereine), Holger Karl (Ressort "Internationale Beziehungen"), Alfred Lampert (Stellvertretender Vorsitzender) Heinz Janalik (Präsident Badischer Sportbund), Gerhard Schäfer (Sportkreisvorsitzender), Tobias Hüttner (Stellvertretender Vorsitzender Kassenführung), Klaus Bähr (Stellvertretender Vorsitzender), Michael Rappe (Stellvertreter Öffentlichkeitsarbeit), Hannelore Antoni (Ressort "Senioren"), Werner Stenull (Kassenprüfer), Jörg Niemzik (Sportabzeichen-Beauftragter), Ralph Fülop (Ressort "Öffentlichkeitsarbeit"). Es fehlen: Luise Bopp (Kassenprüferin), Michael Späth (Ressort "Marketing"), Matthias Harbarth (Ressort "Schule und Verein"), Prof. Dr. Jürgen Metz (Sportärzte-Beauftragter) | Foto: Ralph Fülop
Gerhard Schäfer wurde am Samstag in Eppelheim für weitere drei Jahre in seinem Ehrenamt als Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg bestätigt. Der 62-jährige Oberstudienrat für Sport und Katholische Religion am Bunsengymnasium Heidelberg erhielt alle 724 Stimmen der Delegierten aus den rund 400 Vereinen und Fachkreisen und startet mit vollem Rückhalt in seine sechste Amtsperiode. Schäfer hat einen vollständig besetzten Vorstand an seiner Seite, in dem vier Aufgabenbereiche neu geschaffen werden konnten. Das zeigt: An qualifizierten und leistungsbereiten Sportfunktionären besteht im Sportkreis Heidelberg kein Mangel.
Das hat zwei Gründe, die von den Ehrengästen in ihren wohltuend kurzen und pointierten Grußworten mehrfach betont wurden: Der Sportkreis wird von Gerhard Schäfer seit 15 Jahren gut geführt –der „Chef“ lässt seine Mitarbeiter zur Entfaltung kommen. Und die Aufgaben sind innovativ und deshalb interessant.
Natürlich muss ein Sportkreis-Vorstand auch „alte Zöpfe“ wie die jährlich wiederkehrende Bestandserhebung der Vereine, die Zuschussanträge im Sportstättenbau und Übungsleiterwesen, die internationalen Partnerschaften mit Cambridge, Kumamoto, Montpellier, Simferopol oder Vichy sowie die besonders wichtige Partnerschaft mit dem sächsischen Bautzen bearbeiten. Doch der Sportkreis Heidelberg erfüllt seine gesellschaftliche Verantwortung auch durch Integrationsprojekte für Kinder und Jugendliche, migrante Kinder und Frauen sowie für Behinderte, die in Heidelberg einen besonderen Stellenwert genießen. „Straßenfußball für Toleranz“, Basketball um Mitternacht, „Kinder in Bewegung“, „Heidelberg on Skates“, „Schulfest Sportabzeichen“, das sportliche Ferienprogramm in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg, das „Mädchenball-Spielfest“ oder das „Schaufenster des Sports“ auf dem Neckarvorland sind nur wenige Schlagworte über Aktivitäten des Sportkreises und seiner Partner, in denen im Detail sehr viel Arbeit steckt.
Hierfür lobte Eppelheims Bürgermeister Dieter Mörlein als Gastgeber in der Rudolf-Wild-Halle den Sportkreis und die 100 vertretenen Vereine und versprach, dass die Stadt Eppelheim den Sport von den notwendigen Sparmaßnahmen der nächsten Monate und Jahre ausnehmen werde: „Die Jugend braucht eine Heimat, die die Vereine bieten. Vereine können aber nicht alles aus eigener Kraft leisten, deshalb muss die Stadt gezielt helfen.“ Diese notwendige Hilfe für den Sport sagten für die Stadt Heidelberg auch Gert Bartmann, der Leiter des Amtes für Sport und Gesundheitsförderung, und für den Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises der Kreisrat Philipp Krämer zu. Bartmann verwies auf das 1,3 Millionen Euro schwere jährliche Sportförderungsprogramm der Stadt, über das sich „der nicht immer unkomplizierte Gemeinderat stets völlig einig gewesen ist.“
Der Heidelberger Bundestagsabgeordnete Dr. Karl A. Lamers (CDU) sprach auch im Namen seines Schriesheimer Kollegen und Parteifreundes Dr. Stephan Harbarth und betonte, dass die Regeln des Sports auch in der Politik und im täglichen Leben wichtig seien: „Fairness, Einsatz und Kampf führen zum Erfolg. Nichts kommt von alleine.“ Dem stimmte Heinz Janalik (Mosbach), der Präsident des Badischen Sportbundes Karlsruhe, zu, der am Beispiel eines Vogelschwarms beschrieb, wie wichtig es sei, „die Leitgans anzuspornen.“ Nach dem 100-Prozent-Wahlergebnis für Gerhard Schäfer durfte Janalik feststellen, dass seine Worte verstanden worden waren.
Die Delegierten gedachten den verstorbenen Sportkreis-Mitarbeitern Werner Baas, Dieter Bächstädt, Werner Bühler, Gisela Burwitz, Dietrich Ewert, Harald Nachtnebel, Anneliese Öhlschläger und Harald Schmidt, die den Heidelberger Sport nachhaltig geprägt haben und unvergessen bleiben. Die Wahlen der Vorstandsmitglieder und Delegierten zum Sportbundtag erfolgten einstimmig.
Claus-Peter Bach/RNZ vom 19. April 2010
