„Wo drückt der Sportschuh“ - Umfrage des Sportkreises bei seinen Rhein-Neckar-Kreis-Vereinen

Im Rahmen des Programmes "Wo drückt der Sportschuh" startet der Sportkreis Heidelberg Ende 2020 eine Umfrage bei seinen Vereinen im Rhein-Neckar-Kreis. Ziel war es zu erfahren, in welchen Bereichen diese Probleme haben, um sie in Zukunft gezielt unterstützen zu können. 64 Vereine aus 25 Gemeinden nahmen an der Umfrage teil, davon waren 56% Einspartenvereine und 44% Mehrspartenvereine. 75% aller Teilnehmer hatten 500 oder weniger Mitglieder und können somit als "mittlere" und "kleine" Vereine bezeichnet werden.

Sportförderung Gemeinden:

Die meisten der beteiligten Vereine kamen aus den Gemeinden Leimen (8), Wiesloch (7), St. Leon (6), und Sandhausen (5). 43% der Befragten gaben an, dass sie die Sportförderung ihrer Gemeinde "sehr gut" oder "gut" fanden. 20% der Vereine waren unzufrieden und bewerteten die Förderung mit "mangelhaft" oder "schlecht". Insgesamt erhielt die Sportförderung der Rhein-Neckar-Kreis-Gemeinden eine Durchschnittsnote von 3,1. Bei der Frage in welchen Bereichen die Sportförderung der Gemeinde verbessert werden kann, lagen die Übungsleiterzuschüsse mit 38% in Front, dicht gefolgt von den Investitionszuschüssen (34%) und der Jugendförderung (34%). Mit 23% wurde die Seniorenförderung überraschend häufig genannt - ein Zeichen, dass "Sport für Ältere" ein Thema ist, welches die Vereine immer mehr beschäftigt. 

Corona:

Das Ergebnis bei der Frage, wie die Vereine die Unterstützung der Gemeinde während der Corona-Krise fanden, fiel ähnlich aus, wie das bei der Sportförderung. Fast die Hälfte aller Vereine (49%) fanden die Unterstützung „sehr gut“ oder „gut“ - jeder fünfte Verein (20%) fand die Unterstützung „mangelhaft“ oder „schlecht“. Der Notendurchschnitt betrug 3,0. Bei der Frage nach der Höhe der finanziellen Verluste durch die Corona-Krise gaben mehr als die Hälfte der Vereine an, dass diese zwischen 1 und 5000 € liegen. Nur 3 % hatten Verluste zwischen 20000 und 50000 €. Lediglich 5 % hatten keine Verluste. Ein deutliches Bild zeigte sich bei den Gründen für finanzielle Verluste durch Corona. 70% führten hier den Ausfall von Festen und 44% den Ausfall von Turnieren an. Dies bedeutet, dass die Stilllegung von öffentlichen Veranstaltungen das größte Problem für die Sportvereine im Rhein-Neckar-Kreis war. Des Weitern fielen Mitgliedsaustritte bzw. fehlende Mitgliedseintritte mit 36% und der Ausfall von Kursen 17% am stärksten ins Gewicht.

Zusatzförderung Rhein-Neckar-Kreis:

Die Umfrage zeigte deutlich, dass die Sportvereine mit der Zusatzförderung durch den Rhein-Neckar-Kreis zufrieden sind. Dies bezieht sich vor allem auf die drei wichtigsten Bereiche Übungsleiterzuschüsse, Investitionszuschüsse und Jugendförderung. Dies wird besonders bei den ÜL-Zuschüssen deutlich. Hier sind 81% der Befragten "sehr zufrieden" oder "zufrieden". Auch bei den beiden anderen Förderbereichen ist dieser Trend zu beobachten, wenn auch nicht ganz so deutlich. Bei den Investitionszuschüssen fiel auf, dass die Rückmeldungen eines Teils der Vereine negativer ausfielen als bei den beiden anderen Maßnahmen . Hier gaben 34% an sie seien "unzufrieden" oder "sehr unzufrieden". Auf die Frage was an den Zusatzförderungen verbessert werden kann gaben die meisten Vereine an, dass keine Verbesserung nötig sei. An zweiter Stelle lag der Wunsch nach Zuschusserhöhung. Dieser fiel allerdings deutlich geringer aus als erwartet, was die grundsätzliche Zufriedenheit mit der Rhein-Neckar-Kreis-Förderung erneut unterstreicht. Auffällig war ansonsten, dass im Bereich ÜL-Zuschüssen eine stärkere Beteiligung bei der Übungsleiterausbildung gefordert wird und bei den Investitionszuschüssen die Mindestfördersumme als zu hoch empfunden wird.

Sonstiges:

Auf die Frage "Wo drückt der Sportschuh in anderen Bereichen" gaben 23% der Vereine an, dass ihnen die Gewinnung von Ehrenamtlichen Probleme bereitet. Darauf folgten mit jeweils 14% die Gewinnung und Erhaltung von Mitgliedern sowie das Fehlen von Hallenzeiten.

Sportkreis Heidelberg:

Die Arbeit des Sportkreises Heidelberg fand die Mehrheit der Sportvereine, die an der Umfrage teilgenommen hatten "sehr gut" oder "gut" - insgesamt 52%. Ungefähr jeder zehnte Verein (11%) gab dem Engagement des Sportkreises Heidelberg die Note "mangelhaft" oder "schlecht". Die Durchschnittsnote lag bei 2,7. Auf die Frage wie der Sportkreis seine Vereine besser unterstützen kann antworteten die meisten Teilnehmer*innen (23%), dass sie mit der aktuellen Unterstützung sehr zufrieden sind. Ansonsten wünschten sie sich noch stärkere finanzielle Unterstützung sowie Unterstützung beim Akquirieren von weiteren Trainingszeiten.