6.12.2019 „Gemeinsam gewinnen wir“ - Sportjugend organisiert integratives Fußballturnier

Gemeinsam große Siege feiern, bittere Niederlagen wegstecken oder einfach nur unbeschwert Spaß haben: Wenn es um das „Zusammenschweißen“ von Menschen unterschiedlicher Herkunft geht, ist kaum ein gesellschaftliches Feld so erfolgreich wie der Sport. Und die 23. Ausgabe des Hallenfußballturniers „Gemeinsam gewinnen wir“ in der Kirchheimer Soccarena war dafür wieder ein eindrucksvolles Beispiel. Schon als die Veranstaltung 1997 erstmals ausgetragen wurde, war Integration das zentrale Anliegen der Sportjugend Heidelberg, die damals wie heute für die Organisation verantwortlich war. Anfangs richtete sich das Angebot jedoch noch primär an die Kinder von Migranten, so dass bei der Anmeldung explizit darauf geachtet wurde, ein möglichst internationales Teilnehmerfeld zu haben.

„Jetzt ist es ein Turnier für alle Kinder“, erklärte Jannis Steger der für Planung und Umsetzung der Aktion verantwortlich war. Der integrative Grundgedanke lebt aber natürlich trotzdem weiter und wird in gleich mehrfacher Hinsicht umgesetzt, wie der Blick auf die rund 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen verrät.

Denn erneut waren nicht nur FußballerInnen unterschiedlicher Herkunft, sondern auch Mädchen und Jungs gemeinsam am Ball. Auch die teilnehmenden Schulen waren gut gemischt vertreten. Sowohl bei der Humboldt-Realschule Eppelheim als auch bei der Elisabeth-von-Thadden-Schule Heidelberg, der Bertha-Benz-Realschule aus Wiesloch, dem Dietrich-Bonhöffer-Gymnasium Eppelheim, der Internationalen Gesamtschule Heidelberg, dem Englischen Institut Heidelberg, der Otto-Graf-Realschule Leimen sowie der Waldparkschule Heidelberg fand das integrative Turnier großen Anklang. Bereits zum vierten Mal ergänzte ein attraktives Rahmenprogramm das Turnier. So gab es neben den Pokalen für die drei bestplatzierten Teams sowie dem Fair-Play-Pokal, erneut auch einen speziellen Teamwettbewerb. Dabei mussten die Schüler und Schülerinnen möglichst oft an eine Wand passen, möglichst schnell durch einen Parcours dribbeln und sich im Jonglieren beweisen. Hier gewann das Dietrich-Bonhöffer-Gymnasium Eppelheim knapp vor der Otto-Graf-Realschule Leimen. Den dritten Platz belegte hier die Waldparkschule Heidelberg.

Die Idee zahlte sich aus: Sowohl beim Teamwettbewerb als auch beim eigentlichen Turnier waren alle mit Begeisterung bei der Sache. Zum dritten Mal gab es dieses Jahr ein spezielles „Elfmeterkönig-Turnier“, bei dem alle Teams beteiligt waren und zeigen konnten, wie nervenstark sie sind.Hier holte sich die Internationalen Gesamtschule Heidelberg, nach mehreren spannenden Duellen, den ersten Platz und verwies die Elisabeth-von-Thadden-Schule Heidelberg und die Humboldt-Realschule Eppelheim auf die Plätze.

Am Ende des Tages konnte sich dann die Bertha-Benz-Realschule Wiesloch über den gesamten Turniersieg freuen. In einem leider einseitigen Finale besiegten sie das Team der Internationalen Gesamtschule Heidelberg mit 4:0. Das Dietrich-Bonhöffer-Gymnasium Eppelheim erreichte den dritten Platz des großen Turniers.

Der Fair-Play-Pokal ging in diesem Jahr an die Waldparkschule Heidelberg, welche von den Schiedsrichtern und dem Orga-Team gewählt wurde. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch ein spezielles Quiz zum Thema „Fairer Handel in der Fußballindustrie“, bei dem die Teilnehmer viel über die Arbeitsbedingungen in ärmeren Ländern unserer Erde lernten. Dieses Programm wurde vom Agenda Büro der Stadt Heidelberg und dem „Globalen Klassenzimmer“ des Eine-Welt-Zentrums Heidelberg angeboten.