Sterne für Sportler: Volksbank zeichnete Vereine für Ideen in der Corona-Krise aus.

Heidelberg. "Es geht hier nicht um sportliche Leistung, sondern um gesellschaftliches Engagement", begründet Michael Hofmann, Vorstand der Volksbank Kurpfalz, die Idee des Wettbewerb "Sterne des Sports", der seit fast 20 Jahren vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken Raiffeisenbanken ausgelobt wird. 14 Vereine aus der Region hatten Projekte eingereicht, in denen sie vor allem zeigten, wie flexibel und kreativ sie auf die Corona-Pandemie reagierten: Von öffentlichen Plakaten mit simplen Bewegungsübungen, die auch Nichtsportler ansprechen sollen, bis hin zu Videos für die Jüngsten, die spielerisch-sportlich auf eine virtuelle Reise durch den Dschungel huschten.

Die Plakatidee sowie zwölf weitere Corona-Projekte der SG Heidelberg-Kirchheimüberzeugten die "Sterne-Jury", sodass der größte bronzene Stern sowie ein 1500-Euro-Scheck an SG-Vorstand Uwe Hollmichel übergeben wurde. Den zweiten Bronze-Platz sowie 1000 Euro konnte der Heidelberger Ruderklub (HRK) für sich ausmachen. Vor allem die spielerischen Videos für die Rugby-Kinder, von denen HRK-Präsident Michael Stittgen und Bianka Häusler (Rugby) bei der Preisverleihung eine Kostprobe gaben, waren der Renner. Den dritten bronzenen Stern sowie ein Scheck über 500 Euro dufte Kenji Howoldt für die KTG Heidelberg entgegennehmen. 

Anerkennungspreise mit jeweils 250 Euro erhielten die TG Jahn Trösel, die TSG Ziegelhausen (Abteilung Basketball) und der ASV Ladenburg. Über letzteren Verein freute sich Sabine Hamann, Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, ganz besonders, da sonst niemand aus ihrem Einzugsgebiet vertreten war. "Umso herzlicher sind meine Glückwünsche an den ASV Ladenburg", schrieb sie auf Facebook. Gerhard Schäfer vom Sportkreis Rhein-Neckar konnte sich bei so viel Heidelberger Power dahingehend etwas glücklicher schätzen. Doch im Sport muss man bekanntlich auch "gönne können". 

Die Rechnung ist simpel: Für die SG Heidelberg-Kirchheim geht es mit dem 1. Bronze-Platz auf kommunaler Ebene jetzt zum "Sterne-Kampf" auf Landesebene (Silber). Und der Gewinner von dort hat die Möglichkeit auf einen goldenen Stern auf Bundesebene. (Von Katharina Eppert)

Pfiffige Ideen der Vereine in der Corona-Krise prämierte die Volksbank Kurpfalz. Unser Foto zeigt, hinten v.l.: Michael Hofmann (Volksbank), Michael Stittgen (HRK) und Gerhard Schäfer (Sportkreis Heidelberg). Vorne v.l.: Bianka Häusler (HRK), Uwe Hollmichel (SG Kirchheim), Kenji Howoldt (KTG Heidelberg) und Sabine Hamann (Sportkreis Mannheim). Foto: Eppert